IMC PRO LOGISTICSALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB)
für Deutschland-Lagerdienstleistungen der IMC PRO LOGISTICS GmbH
Gültig ab
01.01.2026
Version
2.0
Dienstleister
IMC PRO LOGISTICS GmbH
Anwendbares Recht
Deutsches Recht
Wichtiger Hinweis
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Dienstleistungen der IMC PRO LOGISTICS GmbH im Zusammenhang mit der Lagerung, Bearbeitung und dem Versand von Waren in Deutschland. Sie ergänzen den zwischen dem Kunden und dem Dienstleister geschlossenen Lagerdienstleistungsvertrag. Bei Widersprüchen zwischen Vertrag und AGB hat der Vertrag Vorrang.
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen der IMC PRO LOGISTICS GmbH (nachfolgend "Dienstleister") und deren Kunden (nachfolgend "Kunde") im Zusammenhang mit Deutschland-Lagerdienstleistungen.
1.2 Der Dienstleister erbringt logistische Dienstleistungen, insbesondere Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Versand von Waren in Deutschland. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Einzelvertrag.
1.3 Für nicht näher geregelte Angelegenheiten im Zusammenhang mit Speditionsdienstleistungen gelten ergänzend die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen 2017 (ADSp 2017).
§ 2 Leistungsumfang des Dienstleisters
2.1 Der Dienstleister erbringt folgende Dienstleistungen:
- Annahme und Prüfung von Waren im deutschen Lager
- Einlagerung, Kommissionierung und Verpackung
- Versand an Endkunden oder Weiterleitung an Plattformlager (z.B. Amazon FBA)
- Retourenbearbeitung
- Bestandsverwaltung und einfache Qualitätskontrollen
2.2 Der Dienstleister handelt als Speditions- bzw. Logistikdienstleister und nicht als Frachtführer. Die Auswahl konkreter Zustellbeförderer (z.B. DHL, UPS) erfolgt durch den Kunden im System des Dienstleisters.
§ 3 Pflichten des Kunden
3.1 Konformität der Waren
Der Kunde stellt sicher, dass alle Waren den geltenden deutschen und EU-Rechtsvorschriften entsprechen. Dies umfasst insbesondere:
- Keine Verstöße gegen Rechte des geistigen Eigentums (Marken, Patente, Urheberrechte)
- Keine gefährlichen oder verbotenen Substanzen
- Einhaltung aller Zoll- und Steuervorschriften
- Bei Produkten mit Batterien: Vorlage eines Material Safety Data Sheet (MSDS) vor Versand
3.2 Vorabinformationen und Bestellungen
Vor jedem Wareneingang oder Rücksendungen ist der Dienstleister mindestens drei (3) Werktage im Voraus schriftlich zu informieren. Nicht angemeldete Sendungen können abgelehnt werden.
3.3 Genauigkeit der Daten
Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die Richtigkeit aller übermittelten Informationen (Lagerlisten, Versandetiketten, Anweisungen). Fehlerhaftigkeiten führen zu Kosten und Risiken beim Kunden.
3.4 Vorlage von Unterlagen
Der Kunde ist verpflichtet, gültige Handelsregisterauszüge, Ausweise des gesetzlichen Vertreters und andere betriebliche Qualifikationsnachweise vorzulegen und aktuell zu halten.
§ 4 Haftung des Dienstleisters
4.1 Haftungsobergrenzen
Die Haftung des Dienstleisters für physische Warenschäden ist beschränkt auf:
- Maximal 100 EUR pro Stück (basierend auf dem deklarierten Importwert)
- Insgesamt maximal 200% des Warenwerts des betroffenen Auftrags oder die in den letzten sechs (6) Monaten gezahlten Dienstleistungsgebühren (je nachdem, welcher Betrag niedriger ist)
4.2 Haftungsausschlüsse
Der Dienstleister haftet nicht für:
- Schäden durch höhere Gewalt (Naturkatastrophen, Streiks, behördliche Maßnahmen)
- Fehler aufgrund falscher Kundenangaben oder unzureichender Verpackung
- Indirekte Schäden (entgangener Gewinn, Rufschäden, Betriebsunterbrechungen)
- Verluste bei Zustellung, sofern der Kunde nicht innerhalb von fünf (5) Werktagen nach Zustellung beanstandet
4.3 Haftungsgrundlage
Der Dienstleister haftet nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung ausgeschlossen, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes vorschreibt.
§ 5 Lagerung und Bestandsverwaltung
5.1 Lagerdauer und Gebühren
Die Lagergebühren richten sich nach der vereinbarten Preisliste. Bei Überschreitung einer Lagerdauer von 360 Tagen kann der Dienstleister den Kunden zur Räumung auffordern. Nach erfolgloser Fristsetzung behält sich der Dienstleister das Recht zur Verfügung oder Vernichtung der Waren vor.
5.2 Inventur
Die eingelagerte Menge wird vom Dienstleister bei Annahme geprüft. Auf expliziten Wunsch des Kunden kann auf eine Zählung verzichtet werden – dann entfällt die Haftung des Dienstleisters für Mengenunterschiede.
5.3 Behandlung von Warenanomalien
Entdeckt der Dienstleister, dass gelagerte Waren verderben oder beschädigt sind, benachrichtigt er unverzüglich den Kunden. In dringenden Fällen, die die Sicherheit des Lagers oder anderer Waren gefährden, kann der Dienstleister die Waren vorab behandeln, ohne dafür haftbar zu sein.
§ 6 Zahlungsbedingungen
6.1 Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt ausschließlich in Euro (EUR). Der Kunde hält ein Vorausguthaben für anfallende Gebühren bereit. Rechnungen werden monatlich erstellt und sind innerhalb von fünfzehn (15) Tagen nach Bestätigung zu begleichen.
6.2 Verzug
Bei Zahlungsverzug berechnet der Dienstleister Verzugszinsen in Höhe von 0,03% pro Tag. Bei Überschreitung von dreißig (30) Tagen Verzug behält sich der Dienstleister das Recht zur fristlosen Kündigung und zum Einbehalt von Waren vor.
6.3 Preisanpassungen
Der Dienstleister kann Gebührenanpassungen mit einer Frist von sieben (7) Tagen ankündigen. Erhebt der Kunde innerhalb von drei (3) Werktagen keine Einwände, gilt die Anpassung als angenommen.
§ 7 Vertragslaufzeit und Kündigung
7.1 Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein Jahr, sofern nicht dreißig (30) Tage vor Ablauf gekündigt wird.
7.2 Bei wesentlichen Vertragsverletzungen (z.B. Zahlungsverzug, Rechtsverstöße) ist eine fristlose Kündigung möglich.
7.3 Nach Kündigung ist der Kunde verpflichtet, den Lagerbestand zu räumen und die Lageradresse von allen Plattformen zu entfernen. Erhält der Dienstleister weiterhin Waren des Kunden, ist er berechtigt, dafür Gebühren zu erheben und die Waren zu verwerten.
§ 8 Datenschutz und Vertraulichkeit
8.1 Der Dienstleister behandelt alle Kundendaten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und anderen geltenden Datenschutzgesetzen.
8.2 Die Parteien verpflichten sich zur Vertraulichkeit gegenüber Geschäftsgeheimnissen und sonstigen nicht öffentlichen Informationen der anderen Partei. Diese Vertraulichkeitspflicht überdauert die Beendigung des Vertrags.
8.3 Ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Dienstleisters darf der Kunde die Lageradresse oder Kontaktdaten nicht für geschäftliche Aktivitäten verwenden, die nichts mit dem Vertrag zu tun haben.
§ 9 Schlussbestimmungen
9.1 Gerichtsstand und anwendbares Recht
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand ist Mönchengladbach, Deutschland.
9.2 Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien verpflichten sich, eine unwirksame Bestimmung durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
9.3 Änderungen der AGB
Der Dienstleister behält sich das Recht vor, diese AGB zu ändern. Änderungen werden dem Kunden schriftlich mitgeteilt. Gelten die geänderten AGB nicht als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von vierzehn (14) Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung widerspricht. Der Dienstleister wird in der Änderungsmitteilung besonders auf diese Rechtsfolge hinweisen.
Stand: Januar 2026
IMC PRO LOGISTICS GmbH
Hamburgring 30, 41179 Mönchengladbach
E-Mail: info@imcprologisticsgmbh.de
Website: www.imcprologisticsgmbh.de
Dieses Dokument wurde elektronisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig, sofern im Einzelfall nichts anderes vereinbart wurde.
AGB Version 2.0 – Gültig ab 01.01.2026

